Coach Philipp – Funktionelle Fitness und Lauftraining in Berlin
hallo@coachphilipp.de | +49179 5497796

Meine 10 Kilometer Challenge – Teil 1

Lesedauer: 3 Min.

Endlich ist sie geschafft. Meine persönliche Challenge. Jeden Tag 10 Kilometer laufen, den gesamten September durch. Wie ich auf die Idee kam, was ich erlebt habe und wie es mir gelungen ist trotz eines relativ vollgepackten Terminkalenders jeden Tag zu laufen möchte ich euch gerne in meinem Blog erzählen.

Ich bin ein sehr großer Freund von Herausforderungen, locken sie einen doch immer wieder aus der Komfortzone und zeigen einem, was man doch alles erreichen kann. Im ersten Beitrag möchte ich euch die Entstehung der Idee schildern, wie die ersten Tage liefen und warum ich meistens nicht vor 21 Uhr die Laufschuhe an hatte.

Am Anfang war die Unzufriedenheit.
Meine Unzufriedenheit kam daher, dass ich das gesamte Jahr 2018 noch nicht wirklich viel gelaufen war. Dies hatte die unterschiedlichsten Gründe (Fokussierung auf Triathlon, wenig Zeit, keine Lust). Ein Bekannter hatte außerdem an einer  10 x 10km Challenge teilgenommen, hat sie auch geschafft aber dafür seine Pflichten vernachlässigt und war anschließend auch noch verletzt.

Dies war der Punkt, in dem mein persönlicher Ehrgeiz geweckt war und ich mir dachte, das kannst du besser.  Als Trainer möchte ich Läufern helfen besser zu werden, lehren, den eigenen Körper zu verstehen und zu merken, wann einem etwas nicht gut tut. Ich definierte mir meine Challenge nach eigenen Vorgaben, nur die 10 Kilometer waren fix und da ich mich für einen erfahren Läufer halte habe ich mir folgende weitere Vorgaben gemacht:

  • Jeden Tag 10 Kilometer für einen Monat (September)
  • Kein Lauf länger als 60 Minuten
  • Für die Läufe wird kein anderes Training gestrichen
Ein schwieriger Start

Schon mein erster Lauf am 01.09. startet nach einem anstrengenden Tag. Wir hatten beschlossen unsere Wohnung etwas umzugestalten. Das Wohnzimmer sollte einen neuen Look bekommen, alle Möbel wurden einmal gedreht und unser „Ankleidezimmer“ wurde endlich von seinen Stangenschränken erlöst und sollte durch einen vollständigen Kleiderschrank seinen Zweck noch besser erfüllen.  Der Plan, alles an einem Tag zu schaffen, war natürlich utopisch. Aber nachdem den ganzen Tag geschraubt und gewerkelt wurde, machte ich mich endlich um 20:44 Uhr auf zum Laufen. Zuerst stellte sich mir die Frage: Wo läufst du denn überhaupt lang, da ich bisher noch keine 10k Strecke bei mir in Charlottenburg erkundet hatte und ich ja meistens nur noch in der Mittagspause mit Kollegen unterwegs war oder mit der Crew und die starten alle nicht vor meiner Haustür.

Ich beschloss erstmal los zulaufen und zu schauen wo ich vorbeikomme, welche Straßen ich nehmen kann. Während meiner Läuferjahre habe ich es irgendwie immer geschafft Routen relativ gut einschätzen zu können, so dass ich fast immer auf den Punkt vor meiner Haustür ankomme und wenn noch ein paar Meter fehlten wüsste ich für den nächsten Lauf, an welchen Stellen ich einen weiteren Schlenker nehmen müsste. An dem Tag war es noch echt warm und so wirklich Spaß machte der Lauf nicht. So ging es dann auch fast die gesamte erste Woche weiter. Tagsüber arbeiten, abends Schrank aufbauen, Abendessen, laufen, schlafen. Zusätzlich gehe ich montags und freitags jeweils eine Stunde zum CrossFit und mittwochs steht noch ein gemeinsames Training mit der Running Society auf dem Programm, wobei ich hier nur die Übungen vormache und mit der Crew gemeinsam zum Workoutplatz hin und zurücklaufe.

Schon nach wenigen Tagen wollte ich beim Laufen allerdings keine Musik mehr hören. Irgendwie fand ich das sehr langweilig, daher hab ich mir ein Hörbuch runtergeladen. Dieses dauerte knapp 9 Stunden und so war ich schon mal sehr glücklich mir für die nächsten 9 Tage keine Gedanken über die Musik zu machen.

In den ersten 10 Tagen machte mir tatsächlich das späte Laufen nach dem Abendessen echt zu schaffen. Die Tage waren dadurch sehr lang und mit vollem Magen laufen fühlt sich auch nicht berauschend an. Ständig fühlte sich der Bauch sehr aufgebläht an und es herrschte ein ständiger Druck in der Magengegend, was das Atmen zusätzlich erschwerte.

Dies sollte in den zweiten 10 Tagen deutlich anders werden. Dazu lest ihr dann im nächsten Beitrag mehr. Bleibt gespannt und schaut bald wieder vorbei.

Euer Coach Philipp